Neues bei Hotmail und Googlemail
| Autor | René Kulka |
| Datum | 20.05.2010 |
| Medienart | Beitrag |
| Kategorie(n) | E-Mail-Marketing Social Media |
| Tags | gmail hotmail |
Es bewegt sich wieder einiges bei den Freemailern, worauf E-Mail-Marketer ein Auge halten sollten. Genauer: bei Microsofts Hotmail und Googles Gmail.
Hotmail News: Komplettes Redesign in Kürze
Vorgestern erlaubte Windows Live Hotmail ein Preview auf “Wave 4″, so die interne Bezeichnung des bevorstehenden 4. Upgrades. Unter hotmailpreview.com können Interessierte sich ein Bild machen.
Das Promo-Video:
Ein vager Blick in des E-Mail-Marketers Hotmail-Zukunft:
- E-Mails, an denen kein Interesse mehr besteht, können als “Graymail” markiert und per neuer Sweep-Funktion automatisch aussortiert werden. D. h. Relevanz in inhaltlicher (= Interessen & Kontext berücksichtigen) und zeitlicher Hinsicht (= angemessene Frequenz) wird noch erfolgskritischer, um von E-Mail-Werbemaßnahmen voll zu profitieren. Sonst werden die E-Mails weggefegt.
- Links zu YouTube-Videos werden – wie bei Googlemail bereits seit Längerem Praxis – automatisch erkannt und können direkt im Posteingang abgespielt werden. Positiv: erweiterte Möglichkeiten für Video-E-Mails.
- Eine sicherere SSL-Verbindung verhindert zwar Abhören, DNS-Prefetching und andere unschöne Dinge. Andererseits erscheint nun auch in Hotmail das in diesem Beitrag beschriebene Dialogfenster, sofern Bilder nicht auf einem HTTPS-Server gehostet werden. Daneben wird eine Identifizierung von Hotmail-Nutzern (“Fingerprinting“) im E-Mail-Verteiler erschwert, da kein Referrer mehr übertragen wird.
Googlemail News: Gmail API für Applikationen Dritter
Gestern zog Googlemail nach und gab bekannt, eine neue Gmail API für Google Marketplace Apps verfügbar zu machen. Mit diesem Interface können Applikationen sich künftig durch bestimmte E-Mail-Inhalte im Posteingang des Nutzers “wecken” lassen. Solche als “Contextual Gadgets” bezeichnete Apps, die inhaltsbezogen getriggert werden, nutzte Google in Gmail bislang schon selbst. Ein Beispiel ist das Preview auf YouTube-Videos, das durch einen YouTube-Link geweckt wird. In Zukunft können Drittanbieter Ähnliches ebenso realisieren und im Marketplace als Plug-in anbieten.
Die theoretischen Möglichkeiten durch das API sind schier unbegrenzt:
(…) a flight check-in application could run when a user is viewing an email containing a travel itinerary
schreiben die Xobni-Entwickler, die daran arbeiten, Google Marketplace Apps in Outlook zu portieren. Ein weiteres Beispiel eines Drittanbieters: Das Gadget “Gist” wird durch den E-Mail-Absender geweckt. Auf Wunsch werden zu dessen Namen und E-Mail-Adresse alle möglichen Informationen aus dem Netz aggregiert, wie zum Beispiel Bild, Kontaktdaten, letzte Statusaktualisierungen, jüngste Unternehmens-Infos usw. Gist in der Praxis:
PS @Gist:
Der ein oder andere E-Mail-Marketer mag hierbei auf den Gedanken kommen, einen Append seines E-Mail-Adress-Bestandes um die Informationen aus dem Web durchzuführen. Denn ein Profilbild, Alter, Ort, Arbeitgeber, Beruf etc. bieten interessante Möglichkeiten für Selektionen oder Personalisierungen. Sie werden es nicht glauben, aber auch hierfür gibt es bereits einen Dienst: www.flowtown.com…


[...] gab gestern bekannt, den Roll-Out des neuen Hotmail-E-Mail-Dienstes zu beginnen (siehe Beitrag von vor 4 Wochen). Das Update ist scheinbar in mehrere Phasen unterteilt – Teil 1 soll in den kommenden Wochen [...]
[...] 4, das einige wichtige Änderungen für E-Mail-Marketer mit sich bringt, wurde ja bereits im Mai und Juni angekündigt. Die Neuauflage soll diverse Funktionen bieten, mit denen die Nutzer des [...]