Fluent.io et al.: Wird E-Mail persönlicher, einfacher, effizienter?

René Kulka
Autor
Datum 22.02.2012
Medienart Beitrag
Kategorie(n) trends
Tags

Mit Fluent stellt sich ein neuer interessanter E-Mail-Client vor, den man im Auge behalten sollte …

 

Nicht wenige Internetnutzer sind heute der Ansicht, dass E-Mail sich endlich vom Brief-Dasein verabschieden, quasi Chat-ähnlicher werden sollte.Formalien fressen beim E-Mail-Management viel Zeit, bringen aber wenig. Schließlich war die „bye bye Ballast“-Idee Ende 2010 auch ein wichtiger Grundstein von Facebook Messages. Und diverse Web-Initiativen tun ihr Übriges: five.sentenc.es begrenzt Antwort-E-Mails auf 5 knappe Sätze, Shortmail bounct eingehende E-Mails rigoros bei mehr als 500 Zeichen, Sascha Lobo bricht eine Lanze fürs „hermetische Schreiben“. Einen E-Mail-Client orientierten Ansatz präsentiert Fluent.

Fluent basiert derzeit auf GMail

Bei Fluent handelt es sich prinzipiell um ein Webmail-Interface, das auf einem Google Mail-Benutzerkonto aufsetzt. Nicht ganz grundlos – die drei Macher sind allesamt Ex-Google-Mitarbeiter, die Mountain View aus verschiedensten Gründen den Rücken kehrten. Konzeptionell liegen dem Projekt sechs Prinzipien zugrunde:

 

  • Einfache Konversationen
  • Optimierte Arbeitsabläufe
  • Von überall zugänglich
  • Ansprechendes Design
  • Geräte-unabhängige Nutzbarkeit
  • Kommunikation bestmöglich unterstützen

 

Das Ganze manifestiert sich dann vor allem in übersichtlichen Konversations-Ansichten. Darin bekommen die Absender nicht nur einen Namen, sondern auch ein Gesicht bzw. Logo. Auf Facebook ist dies ein entscheidender Faktor für emotionale Aktivierung. Schnelle und unmittelbare Antwort-Möglichkeiten sollen das Wesentliche, worum es bei E-Mail geht, hervorheben. Und mit einem Klick werden Mittelungen sofort ins Archiv verschoben, wo sie mit der Suchfunktion schnell wieder aufgespürt werden können. Nach dem Motto „Wegklicken und später bei Bedarf ggf. suchen & finden“, anstatt bei Eingang zeitaufwändig priorisieren und sortieren. Klingt nach einer vielversprechenden Idee.

 

Leider ist die Demo derzeit nicht funktionsfähig.
Aber auch das Promo-Video vermittelt einen ersten Eindruck:

 

 

E-Mail-Zukunft

Wieder mal geht es darum, wie die E-Mail künftig sein soll. Das damals revolutionäre Modell „Google Wave“, dessen Grundidee ja die Frage war, wie E-Mail ausschaut, würde sie heute erfunden, wurde ja endgültig zu den Akten gelegt; der Einschnitt und die plötzliche Komplexität waren wohl zu groß.

 

Inline Antwort-Möglichkeiten, Avatare und Plug-Ins für mehr Interaktivität sind ja prinzipiell nichts Neues und schon heute Teil von z.B. Google Mail. Aber selbst mit sortierten Eingängen (Gmail) oder Aufräumen-Funktionen (Hotmail) ist wohl noch viel Luft nach oben. Dabei ist Fluent.io nicht der einzige Player, der sich in diesem Bereich versucht. Auch der Mac-E-Mail-Client persona setzt auf Simplizität und Konversation und schickt sich an, E-Mail zu „revolutionieren“:

 

Persona from trive on Vimeo.

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1 Kommentar

  1. [...] vereint Alto einiges von dem, was ich an Fluent.io und Outlook.com mochte bzw. mag. Es ist zum einen schlicht, grafisch und intuitiv. Und zum anderen [...]

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