E-Mail ist und bleibt der Kitt im Netz

René Kulka
Autor René Kulka
Datum 16.12.2011
Medienart Beitrag
Kategorie(n) trends
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Die Firma Atos verbannt öffentlichkeitswirksam E-Mail aus seiner internen Kommunikation – „Zero Email“-Policy! Wikis, Instant Messenger oder das Telefon sollen es stattdessen richten. Nachrufe auf die elektronische Post, wie bei Ben & Jerry’s vor einiger Zeit, ließen abermals nicht lange auf sich warten. Jürgen Vielmeier dagegen ließ sich nicht lumpen und brach auf basicthinking.de eine Lanze für das Medium.

 

Damit nicht genug. Lesenswert sind zudem die Webmaster Friday-Trackbacks zum heutigen Thema „Wer nutzt noch Emails – und wie?“. Auf WebmasterFriday.de wird jeden Donnerstag ein Thema gemeinsam bebloggt. Der aktuellen Diskussion dort zufolge besteht kein Zweifel: Das E-Mail-Postfach bleibt uns noch sehr lange erhalten. Wandel im Kommunikationsverhalten durch Social Networks bzw. -Media: ja. Aber trotzdem keine Spur von E-Mail-Müdigkeit. Ganz im Gegenteil. Nicht wenige sehnen sich sogar förmlich wieder zurück vom Getöse auf Facebook, das täglich anders aussieht, ins vertraute Hort der digitalen Post. E-Mail ist eben seit 40 Jahren eine gediegene Konstante im Web; da weiß man, was man hat. Es ist vergleichsweise nicht so viel. Aber weniger ist manchmal mehr …

 

Stöbert man durch die Webmaster-Friday-Reaktionen, bietet sich einem ein erfrischend echter Einblick in die E-Mail-Nutzung und viele gute Argumente pro und contra. Abseits der Studien, die tagtäglich in Massen und leicht konsumierbar als Infografik auf uns einprasseln, um der „öffentlichen Meinung“ etwas einzuflüstern. Alle Onlinemarketing-Welt redet vom aktiven Zuhören – here we go … Vier Stimmen aus der Blogosphäre zur E-Mail-Zukunft:

E-Mail: verlässlich, nachhaltig, unverzichtbar […] Einzig in einer Mailkommunikation über persönliche Accounts entsteht aus meiner Erfahrung die sogenannte “Beichtstuhlatmosphäre”. Tiefer schürfende, sehr persönliche Themen komplett angstfrei zu besprechen, scheint nur so möglich zu sein. […]

 

[…] Wird die Email ersetzt? Nein sicher nicht und ich stelle hierin auch nichts in der Hinsicht fest. Facebook und Google+ bieten […] eine gute und sinnvolle Ergänzung. Besser wäre die Frage gewesen “Telefonierst Du noch?” […]

 

[…] E-Mails sind mittlerweile ein Dinosaurier der Kommunikation. […] Doch ist die gute alte E-Mail deswegen out? Mitnichten! In meinem Leben spielen E-Mails noch eine wichtige Rolle – geschäftlich und privat. […]

 

[…] Mich haben diese sozialen Netzwerke bislang eher enttäuscht, sodass ich dazu übergegangen bin, mich mehr und mehr aus ihnen zurückzuziehen. Private und geschäftliche Nachrichten schickte ich ausschließlich per Email. Die Mails an meine geschäftliche Adresse gehen dabei an Microsoft Outlook, private Mails rufe ich wegen der Unabhängigkeit über Webmail ab. […]

 

Mein Tipp: In der beschaulichen Zeit nun auch noch einmal auf das Wesentliche besinnen; dazu zählt auch das älteste soziale Netzwerk, die E-Mail, ohne die kein Facebook-Login funktioniert. Lieber ein bisschen mehr am eigenen Lifecycle-Messaging schrauben, als 2012 ein zu groß bemessenes Budget auf fremden Plattformen versinken zu lassen. Und natürlich zuvörderst alle relevanten Werbemedien sinnvoll miteinander verzahnen.

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