Kleine Randnotiz: Das Phänomen „E-Mail-Spam“ jährt sich heute zum 33. Mal. Geschenke dürfte es wohl keine geben. Werbemüll nervte nämlich damals genauso wie heute….
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Unrühmlich aber wahr: Heute jährt sich der Tag, an dem „Spam“ vermutlich zum Gattungsnamen für unerwünschte elektronische Massenwerbung wurde. Am 12.04.1994, also vor genau 17 Jahren, wurde erstmals* mithilfe des Programms „Masspost“ automatisiert Werbung in mehrere Tausend Usenet-Gruppen versandt. Dort tummelte sich damals immerhin ein Großteil der Onliner, die um den plötzlich omnipräsenten Werbemüll kaum herumkamen. Laurence Canter, der mit seiner Frau Martha Siegel eine Anwaltskanzlei in Phoenix betrieb, warb in der Mitteilung für seine überteuerte Green Card Lotterie, die sich an US-Immigranten richtete (vgl. den damaligen Thread auf Google Groups bzw. Screenshot).
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E-Mail weit vorne – Generationen-übergreifend
Die Marktforscher von Pew Internet veröffentlichten Ergebnisse des Reports „Generations Online 2010“. Untersucht wurden die Online-Aktivitäten von Amerikanern in verschiedenen Altersgruppen anhand von 2.252 Telefoninterviews unter Volljährigen sowie älteren Befragungen von Teens. Es bleibt festzuhalten, dass in allen Generationen „E-Mail“ die größte Verbreitung genießt. Beste Voraussetzungen, um alle Altersgruppen online perfekt auch werblich erreichen zu können.
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Am vergangenen Mittwoch startete Facebook eine Erweiterung für den „Freundefinder“, die es in sich hat. Betreiber von Facebook-Seiten können hiermit bis zu 5.000 E-Mail-Kontakte auf einen Schlag bei Facebook importieren und für eine „Werde Fan“-Kampagne ihrer Seite nutzen. Eine Anleitung zum Adressbuch-Export findet sich in der Hilfe. Der unscheinbare Menupunkt der Funktion selbst verbirgt sich unter „Seite bearbeiten“ >> „Marketing“ >> „Erzähle deinen Fans davon“.
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Beim Thema Datenschutz versteht Deutschland keinen Spaß. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das dem Bundesbürger 1983 vom Verfassungsgericht im Volkszählungsurteil zum Schutz seiner menschlichen Würde und u.a. auch seiner Privatsphäre eingeräumt wurde, ist uns allen „heilig“. Zurecht. Gerade müssen Google dies mit ihrem Straßenfoto-Dienst „Street View“ erfahren, dessen Widerspruchsfrist in knapp 6 Stunden abläuft.
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Datum, Uhrzeit: 04.08.2010, 15:21 Uhr
Absender: Omaha Steaks <OmahaSteaks@e.omahasteaks.com>
Betreff: $0.00 SHIPPING | 70% SAVINGS | ONE DAY ONLY
Bemerkung: Ich esse zwar kein Fleisch, hätte mich aber über den aktuellen Omaha Steaks-Newsletter im Posteingang dennoch gefreut. Etwas masochistisch, ich weiß, da die Abbildungen einem regelmäßig das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Na ja die Zustellung hat ja eh nicht geklappt…
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Die Packstation wird aktuell wiedermal “be-phisht”. Zumindest hat es erneut eine DHL-Scam-E-Mail in meinen Posteingang geschafft. Nur dieses Mal sollte der Betrug dank herrlich verkorkster Grammatik (“wir gezwungen sind inaktive Accounts fuer neu Kunden freizugeben”!) für jeden auf Anhieb offenkundig sein.
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Zugegeben: Ich war in der Vergangenheit geteilter Meinung, was den PDF-Versand als E-Mail-Anhang anbelangte. Kenner predigen zwar seit jeher, dass keine PDFs, XLSs, DOCs etc. als Anhänge mitgeschickt werden sollten, da Spam-Filter solche E-Mails aufgrund von Sicherheitsrisiken eventuell filtern oder aussortieren, oder der E-Mail-Client einen Warnhinweis anzeigt oder den Zugriff auf die Datei komplett unterdrückt.
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Die Messaging Anti-abuse Working Group (MAAWG) veröffentlichte gestern den “2010 MAAWG Email Security Awareness and Usage Report“. Grundlage war eine Befragung von n=3.716 Internet-Nutzern in Nord-Amerika und West-Europa (darunter n=522 aus Deutschland) im Januar 2010 hinsichtlich ihrer Kenntnisse zum Thema E-Mail-Sicherheit und E-Mail-Nutzungsgewohnheiten.
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Interessante Studie aus 10/2008: “A Profitless Endeavor: Phishing as Tragedy of the Commons” – 0,37% der US-Webnutzer geben jährlich auf Phishing-Seiten ihre Passwörter ein. Tatsächlichen Schaden durch kompromittierte Accounts oder Geldverlust nehmen davon nur schätzungsweise 50%. In der Summe beziffern Harley & Florencio den hierdurch entstehenden finanziellen Verlust auf 61 Mio. $ jährlich – nur knapp 1/50tel dessen, was etwa Gartner in der Phishing Survey 2007 veranschlagen. Rechnerisch verdient der durchschnittliche Betrüger bei 130.000 Phishern, wie Franklin et. al. gemessen haben, keine 50 $ monatlich.
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