Aktuelle Auswahl

Individualisierung

  • Auf ein Urteil des Landgerichts Berlin vom 28.2.12 (Az.: 15 O 298/11) verweist heute Rechtsanwalt Stefan Richter. Zur Zusammenfassung in Form von 11 Keyfacts liefert er freundlicherweise auch gleich die komplette Urteilsbegründung mit – beides lesenswert. Zwar bringt das Urteil im Kern nichts überraschend Neues mit sich. Dennoch enthält es Wichtiges „zwischen den Zeilen“, etwa dazu, wie Sorgfaltspflichten beim Adresskauf erfüllt werden könnten. Wer u. a. sehen möchte, wie sich ein aus juristischer Sicht „Musterbeispiel an Intransparenz“ :-) einer Einwilligungsklausel liest, sollte einen Blick in seine Notizen im Blog werfen.
  • Im Beitrag „Wem gehört der schwarze Peter bei der Personalisierung von E-Mails?“ geht mediascale der Frage auf den Grund, warum die E-Mail-Individualisierung lange nicht dort ist, wo sie sein könnte.
  • Auf EmailMarketingBlog.de weist Nico Zorn auf eine MarketingSherpa-Fallstudie hin, die wieder einmal verdeutlicht, wie effektiv ein segmentierter E-Mail-Versand  im Vergleich zur unspezifischen „Streubombe“ in der Praxis sein kann.

 

Datum, Uhrzeit: 15.06.2011, 20:33 Uhr
Absender: Anja Stern von ab-in-den-urlaub.de <newsletter@reiseinfos.ab-in-den-urlaub.de>
Betreff: Hotelgutscheine: 90 % sparen
Bemerkung: Just angekündigt, schon habe ich es im Posteingang: das neue Groupon-ähnliche E-Mail-Format DEAL des TAGES aus dem Hause ab-in-den-urlaub.de. Die E-Mail habe ich vorhin um 16:57 Uhr geöffnet, das „Tages“-Angebot läuft noch bis übermorgen um 23:59, also noch knapp 55 Stunden und 3 Minuten. Toll: Mit der E-Mail-Öffnung erscheint prominent ein Countdown, der die individuell verbleibende Zeit anzeigt und dabei kontinuierlich 60 Sekunden herunterzählt. Dies erzeugt mehr Handlungsdruck und wirkt deutlich persönlicher als ein Groupon’sches „Dieser Deal läuft bis 18.06.2011 23:59“, da der situative Kontext des Empfängers mehr ins Zentrum der werblichen Ansprache rückt.

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Event-gesteuerte E-Mails („Trigger-Mails“) oder E-Mail-Serien werden per Definition mit Eintritt eines bestimmten Status oder Ereignis bei einem Adressaten automatisch im Versandsystem angestoßen. Beispiele hierfür wären die Willkommens-E-Mail nach Eintragung der E-Mail-Adresse in den Verteiler oder die Remarketing-E-Mail, die die Wiederaufnahme abgebrochener Transaktionen bewirbt (z. B. stehengelassene Warenkörbe im Webshop). Viele „Trigger“ kommen für Automatisierungen infrage. Einer davon verdient m. E. im Internethandel mit Verbrauchsgütern besonders viel Aufmerksamkeit: nämlich der Zeitpunkt, zu dem ein Kunde mit hoher Wahrscheinlichkeit den nächsten Ersatzkauf für ein aufgebrauchtes Produkt tätigt.

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Das Lifecycle Messaging-Konzept wird erfahrungsgemäß oft missverstanden. Im Marketing-Kontext stellt der Lifecycle des Kunden nicht auf das fortschreitende biologische Alter eines Rezipienten und damit zusammenhängende Veränderungen im Verhalten und in der Bedürfnisstruktur ab. Die Berücksichtigung dessen, dass ein Rezipient in jungen Jahren eher Interesse an Mountainbikes und im fortgeschrittenen Alter an Kaffeefahrten hat, ist natürlich ebenso Marketing-relevant, fällt aber in den Bereich demografischer Segmentierungsansätze.

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Gemeinhin sind unsere E-Mail-Empfänger ja meist eine Art „Blackbox“. Marketer versenden mal mehr, mal weniger (un)spezifische Inhalte und liefern somit quasi den Box-Input. Im Nachgang wird der Box-Output extrahiert und betrachtet – ein Spreadsheet mit aggregierten Öffnungs-, Klick- und Abmelde-Raten (vgl. auch „19 Messgrößen“-Artikel). Das alles ist zerifelsohne nützlich und wichtig für den Gesamtüberblick und ein erfolgreiches E-Mail-Marketing-Management.

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Ein „mitdenkender Newsletter“? Beim Lesen der Überschrift  auf TheNextWeb.com kürzlich musste ich zunächst schmunzeln. Der Nachhall über die Diskussion, ob IBMs sprechende Bibliothek Watson (Wikipedia) als „intelligent“ bezeichnet werden darf, war gerade erst abgeklungen. Und nun ein denkfähiger „Werbeflyer“? Nicht wirklich…

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E-Mail-Marketing-Wert:

 

David Daniels, CEO von The Relevancy Group, verfasste kürzlich für Acxiom das White Paper „Realizing the Value of Email Marketing“. Zusammen mit dem Email Experience Council (EEC) der Direct Marketing Association (DMA) wurde früher bereits ein Modell kreiert (Email ROI Calc), mit dem der durchschnittliche Wert einer E-Mail-Adresse berechnet werden kann (für die USA damals: 118 $ pro Abonnent). Heute analysiert David Auswirkungen auf die Kampagnen-Rentabilität, die durch gezielte Empfänger-Selektion und höhere Relevanz entstehen. Im Ergebnis verursachen unselektierte Aussendungen Kosten, die diejenigen zielgerichteter Kampagnen um das 3,6-Fache übersteigen. Damit wird deutlich: Eine ganzheitliche Erfolgsbetrachtung und Vorabüberlegungen zu sinnvollen Segmentierungsansätzen sind für ein nachhaltiges E-Mail-Marketing essenziell.

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Eine differenzierte Marktbearbeitung erhöht meist signifikant die Werbewirksamkeit. Wer also seinen Adressverteiler in Teile mit untereinander verschiedenen und ineinander möglichst homogenen Bedürfnissen und Verhaltensmustern aufspaltet, um diese dann gezielter anzusprechen, erhöht seinen Erfolg. Immerhin: Einer MarketingSherpa-Studie (Nov. 2007) zufolge übertreffen segmentierte Kampagnen solche, die undifferenziert verschickt werden, um mindestens 30% hinsichtlich Klicks und Öffnungen.

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Die amerikanische Agentur MarketingSherpa veröffentlichte Benchmark-Werte der durchschnittlichen Öffnungsraten, Klickraten und Konversionsraten für E-Mails im Newsletter-Format unterteilt nach B2B und B2C. Die Werte entstammen dem Email Marketing Benchmark Guide 2010. Als Datenbasis dienen Ergebnisse aus Befragungen von 1.493 E-Mail-Marketern, die sich zwischen Juli und August 2009 äußerten.

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Datum, Uhrzeit: 19.07.2010, 12:51 Uhr
Absender: Newegg.com <promo@e.newegg.com>
Betreff: We haven’t heard back from you yet- Tell us what kinds of e-Blast deals you prefer!
Bemerkung: Die “E-Mail-Einstellungen”-Links in der Willkommens-E-Mail nach erfolgreicher Eintragung sowie am Ende des Newsletters sind bei Newegg obligatorisch. Gut! Aber damit nicht genug: Zusätzlich verschickte der Computerhändler kürzlich eine dedizierte Stand Alone-E-Mail, nur um die Adressaten zum Update ihrer persönlichen Präferenzen zu bewegen. Auch wenn in der Online-Version des Newsletters scheinbar die zentralen Links verschütt gegangen sind (??) – dem Anbieter ist klar, wie wichtig und wertvoll eine perfekte, permissionbasierte Datenbasis für einen individualisierten Dialog ist, durch den wiederum der Kundenwert entscheidend positiv beeinflusst wird. Eine abgestimmte Ansprache, die persönliche Vorlieben hinsichtlich Form, Inhalt und Erscheinungsweise berücksichtigt, signalisiert Respekt (“Permission Marketing”), erhöht die Kundenzufriedenheit, die E-Mail-Response und damit auch den Return on Investment des Werbekanals.

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